MZ: Echt ein Renner!

Ahhh… Em Se!
Wir hatten es vermutet und merken schon nach zwei Wochen unserer Reise: Mit den alten MZ-Motorrädern haben wir die Sympathie auf unserer Seite. Ob bei der Verabschiedung in unserer Heimat, beim Zwischenstopp in Tchechien, bei den Slowaken, in Ungarn, den rumänischen Karpaten oder an der Schwarzmeerküste in Bulgarien: die Emmen erregen Aufsehen. Oft sprechen uns junge und alte Männer direkt auf die Motorräder an und so finden wir über nur zwei Buchstaben schnell Kontakt zu den Leuten: „Em Se (MZ), good Maschina!“

“I have no words…!”
Als Reisende auf dem Motorrad wird uns während der Fahrt oft zugewunken, zugelacht, gehupt oder alles gleichzeitig. In Brasov in Rumänien werden wir sogar gefilmt. Oft bemerken die Leute erst beim zweiten Hingucken, dass es sich um ein Motorrad handelt, dass sie selbst noch aus alten Zeiten kennen, in denen ihr Heimatland und die DDR noch sozialistische Bruderstaaten waren.

Bei der Abreise vom Restauranthof in Ungarn kam der eher reservierte Gastwirt regelrecht herausgestürmt, als er die vertrauten Klänge (oder war es doch der Geruch) hörte. Er strahlte uns aus der blauen Dunstwolke an wie ein kleiner Junge, hielt beide Daumen nach oben und wünschte uns im Vorbeifahren eine gute Reise.

Auch Vasili vom Zeltplatz nahe Sibiu hatte früher selbst eine MZ 175er ES. Leider war die Ersatzteilversorgung in Rumänien bescheiden und so wurde oft improvisiert. Bei seinem Zschopauer Eisenschwein musste bspw. ein Trabikolben als Ersatzteil herhalten – mit dem Nebeneffekt, dass seine MZ nun mehr 300 ccm Hubraum hatte, erzählte er uns grinsend.

Ein paar hundert Kilometer weiter in Ploiestri hielt ein roter VW neben uns. Der Fahrer guckt auf die beladenen Emmen und fragt erstaunt: „You are Globetrotter?“ Als wir beide nicken, erzählt er uns, dass er selbst Motorrad fährt, heute eine Yamaha, und als Mechaniker arbeitet. Aus Zeitgründen sei er leider nur ein „Sunday Biker“. Als wir unsere geplante Reiseroute zeigten, konnte er es kaum glauben: „I have no words!“ Nach kurzem Fachsimpeln mit Händen, Füßen und ein paar Brocken Englisch verabschieden wir uns. Für den Fall, dass wir Hilfe brauchen, drückt er uns noch schnell einen Zettel mit seiner Adresse und Telefonnummer in die Hand.

Ein Kommentar zu “MZ: Echt ein Renner!”

  1. prignitzpetra sagt:

    hello easy riders,

    das hört sich ja alles dufte an: meine freunde zu gast in der welt – ein einziges warm welcome! und: praise den supersoftsattel…Suse, vom wunden a…. scheinst du verschont. Habt ihr auch hier 1a vorgesorgt.

    ansonsten: im westen nix neues.

    kuss in die ferne und weiterhin: volle emmen voraus!
    m.

    PS: bin gespannt auf euren ersten reise-clip…(ActionAdventureRomComRoadMovie)

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