MZ+Ausrüstung

Warum MZ ETZ 250?
…weil der Ritt auf der Emme an sich schon ein Abenteuer ist

„Im hohen Norden Finnlands, unter der sengenden Sonne Afrikas, also unter den gegensätzlichsten Betriebsbedingungen, rollen die MZ-Motorräder zur Zufriedenheit ihrer Besitzer.“

So lautet der erste Satz aus dem Vorwort im „Reparaturhandbuch für das MZ-Motorrad ETZ 250“ des VEB Motorradwerk Zschopau von 1981.

Erst war es ja nur eine spontane Idee. Und dann entpuppte sich die so genannte Emme schnell als ideales Motorrad für unsere Reise: robuste und einfache Mechanik, reparaturfreundlich, höhentauglich, schlechte Straßen gewöhnt und geringe Ansprüche an die Benzinqualität. In vielen Ländern auf unserer Route wird die MZ damals wie heute geehrt. In Osteuropa, in der Türkei und im Iran knattern die betagten Motorräder aus Zschopau immer noch durch die Gegend. Die kleine Emme war überall ein echter Sympathieträger. Durch die 20-PS-Packesel kamen wir mit den Menschen schnell ins Gespräch.

Fit für den Himalaja? - Tipps zur Vorbereitung der MZ
Die Emme ist kein Hexenwerk. Mit ein wenig technischem Verständnis kann jeder das MZ-Motorrad für eine Reise in ferne Länder mit abenteuerlichen Pisten und Riesengebirgen präparieren. Micha hatte vor der Reise zwei alte Maschinen, Baujahr 1987 und ’88, in der Werkstatt für das Himalaja-Abenteuer fit gemacht: siehe MZ im Aufbau. Welche Änderungen wir an der MZ ETZ 250 vorgenommen haben und was sich gut bewährt hat, steht hier. Mit unseren umgebauten Zweitaktern sind wir am Ende 14 Monate und 34.000 Kilometer lang durch Eurasien gereist – und sie funktionieren auch heute noch. Dabei hatten anfangs die Wenigsten der MZ eine Tour in den nepalesischen Himalaja zugetraut: siehe Kommentare im MZ-Forum.

MZ – Das Kult-Motorrad aus der DDR

Emme vor dem Aus (Spiegel Online über den drohenden Untergang einer Kultmarke, 14.7.2008)
Abgesang auf die Honecker-Harley (Zeitzeugenbericht auf Spiegel Online, 22.7.2008)
Tote Hose bei MZ? (n-tv über das einst größte Motorradwerk der Welt, 11.1.2009)
Rückkehr der kleinen MZ (F.A.Z. über einen neuen Hoffnungsschimmer in Zschopau, 26.5.2009)

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Ein echtes MuZeumsstück

Nirgends kommen wohl so viele schöne DDR-Motorräder zusammen wie im Museum von Uwe Kobilke in Berlin. Der Bauunternehmer hat privat über 140 Zweiräder – nahezu alle Modelle, die in der DDR produziert wurden – gesammelt und wahrlich glänzend restauriert. Darunter Reisegespanne, Rennmaschinen und die seltene “MZ eskort” von 1971, auf der Honeckers Volkspolizei die Limousinen der DDR-Obrigkeit entlang der Karl-Marx-Allee eskortierten. Viele Maschinen fand er in Westdeutschland wieder. Seit 2008 kommen nun MZ- und Simsonfans aus allen Teilen Deutschlands mit leuchtenden Augen ins Museum, atmen den typischen Garagenduft und schwärmen von alten Motorradzeiten.

Volle Ladung: 60 Kilo pro Kopf
Möglichst kleine, leichte und robuste Gegenstände durften mitkommen und auf die Probe gestellt werden. Dazu gehörten eine komplette Campingausrüstung inkl. Zelt, Schlafmatten, Kochgeschirr und Mehrstoffkocher, Benzinvorratkankister (2×20 Liter) für Länder wie Tadschikistan und Iran, Werkzeug und MZ-Ersatzteile, Telefon, digitale Technik mit Zubehör (siehe unten), eine Reiseapotheke und Waschzeug, reißfeste Landkarten, drei, vier Bücher, Badelatschen und ein Set Kleidung für warm und kalt. Und nicht vergessen:

Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz. Hermann Löns (1866 – 1914)